Bemerkungen und manchmal auch sehr Böses zu den Themen Umweltschutz Asbest Waldsterben "grüner Punkt" Kernkraftwerke Kalte-Fusion Klonen 3-Liter-Auto Sonnenschutzfaktor Abfallwirtschaft Trinkwasser Green-Peace CO2-Konferenz Geburtenkontrolle FDA GLP

 

Ein paar Gedanken zum Thema Umwelt

 

Gelegentlich ist der Mensch lernfähig: In Sachen Umweltschutz haben wir Menschen auf der einen Seite gezeigt, dass wir lernfähig sind. Viele positive Entwicklungen wurden allerdings erst durch größere Pannen in Gang gebracht. Die spektakulären Pannen traten verständlicherweise bei den großen Betrieben auf. Gefahren, die man noch nicht kannte oder an die man nicht gedacht hatte, konnte man nicht vermeiden.

Heute neigen wir dazu, allen eventuellen Problemen im Voraus aus dem Wege zu gehen. Wir sichern uns im Voraus gegen alle denkbaren Pannen ab - sowohl in den Betrieben als auch im privaten Bereich. Dies Verhalten hat auch die negative Seite, dass wir nicht mehr bereit sind, Risiken einzugehen. Kein Kind darf mehr ohne Ganzkörper-Integralhelm auf die Straße und jeder Familienvater fühlt sich verpflichtet, eine Rundum-Versicherung abzuschließen. Diese mangelnde Risikobereitschaft ist mit ein Punkt, warum ich glaube, dass unsere europäische Kultur bereits ihren Höhepunkt überschritten hat.

Öko-Audit, GLP (gute Laborpraxis), Validierung usw. haben einzeln gesehen ihre Berechtigung. Wenn man aber die Summe der Gesetze und Verordnungen sieht, kann man es schon mit der Angst bekommen - insbesondere wenn man feststellt, dass jedes Bundesland seine eigenen Verordnungen hat (z.B. Abwasser, Abfall, Emission). Früher habe ich im Physikunterricht gelernt, dass wir nach dem dritten Hauptsatz der Thermodynamik den Wärmetod sterben müssen. Ich glaube aber, dass wir viel früher den Verordnungstod sterben müssen, weil sich vor lauter Verordnungen gar nichts mehr bewegt.
Wenn man erlebt hat, was bestimmte Behörden mit den mühsam gesammelten und erarbeiteten Daten machen (oder besser gesagt: nicht machen), können einem doch einige Zweifel kommen. Wenn dann noch ein paar grüne Jungs aus den USA (FDA = Federal Drug Admistration) kommen, die noch nie einen chemischen Betrieb gesehen haben und dann über ein Milliarden-Projekt entscheiden, sollte man schon wütend werden dürfen. Aber aus Selbsterhaltungstrieb sind die Betroffenen zum Schweigen verurteilt.

Insgesamt bleibt er jedoch naiv: Unser Umweltbewusstsein hat sich in der letzten Zeit sehr positiv entwickelt. Leider zeigt sich aber auch an diesem Thema, wie naiv die Menschen Meinungen übernehmen und wie dumm die Medien voneinander abschreiben (der einzelne Mensch ansich ist intelligent, aber die Menschen als Kollektiv sind dumm - da zeigen selbst Fachleute kein anderes Verhalten).

Beispiel Asbest: Jeder weiß, dass Asbest gesundheitsschädlich ist - aber nur wenn man es zerkleinert (z.B. sägt) und dann die kleinen Partikel eingeatmet werden. Es macht keinen Sinn, sein altes Garagendach abzureißen. Beim Abriß wirbelt man weit mehr Staub auf und gefährdet mehr als wenn man das ganze in Ruhe lassen würde. Asbest ist für mich ein Beispiel, daß wir nur in Schlagworten denken. Es ist gut, daß die Verarbeitung von Asbest verboten wurde. Aber wer denkt an die Tausenden von Bergleuten, die wegen des eingeatmeten Steinstaubs oft ihren fünfzigsten Geburtstag nicht erleben.

Beispiel Waldsterben: Wir wissen alle, dass unsere Bäume im Wald geschädigt sind. Ob wir wirklich wissen, woran es liegt, bezweifle ich. Dass aber der Wald gerade in den Jahren, als wir begannen, unsere Bäume besser anzusehen, anfing drastisch seinen Gesundheitszustand zu verschlimmern, halte ich für sehr unglaubwürdig. Wahrscheinlich haben wir nur verpennt, schon vorher einmal nach oben zu sehen.
Heute halten Fachleute über ihre Erkenntniss lieber den Mund, damit ihnen nicht die Gelder gestrichen werden.

CO2 in der Atmosphäre: Hier ist es wirklich an der Zeit, dass wir auf die Barrikaden gehen. Entweder wollen uns die Politiker verarschen oder sie sind wirklich so dumm, wie sie reden - ich befürchte das letztere. Es ist doch fast egal, ob wir den CO2 -Ausstoß z.B. in Europa ein bisschen verlangsamen (konstant halten). Irgendwann sind die fossilen Brennstoffe (Öl, Kohle, Erdgas) verbraucht und dann hat die Atmosphäre den maximalen CO2 -Gehalt. Es ist höchsten eine Frage, wie schnell das geschieht. Nach meiner Meinung gibt es eine Möglichkeit, noch gegenzusteuern (siehe unten 'Meine CO2 -Theorie')

Recycling oder Verbrennung von Papier ist grober Unfug: Warum? Beim Wachsen der Bäume wird das schädliche CO2 verbraucht und Sauerstoff produziert. Wenn wir das Holz also abholzen und neue Bäume wachsen lassen, wird nur noch mehr CO2 verarbeitet.
Wir müssen nur dafür sorgen, dass Holzprodukte (wie Papier) nicht verbrannt werden und dass diese auch nicht verrotten.
Wir müssen also unser Altpapier vergraben (ein Meter tief plus Plastikfolie genügt schon) - siehe auch unten "Meine CO2 -Theorie".

Wir sind Heuchler: In Umweltschutzangelegenheiten sind wir alle Heuchler und Egoisten. So manches Mütterlein hegt und pflegt in rührender Weise zwei Quadratmeter Öko-Garten hinter dem Haus und gleichzeitig stehen vielleicht vier Autos für die Familie vor dem Haus.

Kleine Schritte besser als gar keine?: Nein! Das ist nur bedingt richtig. Es ist schön, dass bei fast jedem ein gewisses Umweltbewusstsein entwickelt wurde. Aber gleichzeitig entsteht der Eindruck, dass wir schon viel tun. Es ist sogar bereits eine Umweltmüdigkeit zu beobachten.

Thema Grüner Punkt: Es ist gut, dass man ein ganzes Volk zum sorgfältigen Umgang mit dem Abfall erzogen hat. Hier werden aber bei der Aufbereitung riesige Geldsummen verteilt, dass ich nicht glauben kann, dass dadurch nur positiv gesinnte Mitmenschen kreativ werden. Dort wo große Geldsummen von Behörden an private Unternehmer verteilt werden, gibt es für beide Seiten auch große Verlockungen. Es ist wie im Garten: Wenn man ein neues Feld bestellt, wächst das Unkraut am schnellsten. Erst nach und nach bekommt man das Ganze halbwegs unter Kontrolle.

Recycling: Andere Völker glauben an eine Wiedergeburt - wir glauben, dass unser Müll tatsächlich recycled wird.

Kernkraftwerke: Zu einer Aussage für oder gegen Kernkraftwerke fühle ich nicht befähigt (Feigling!). Aber eins ist sicher: Es gibt Kernkraftwerke mit sehr unterschiedlichen Sicherheitsrisiko. Ich halte es für unsinnig, ein Kraftwerk mit hohem Sicherheitsstandard noch sicherer zu machen, während vielleicht beim Nachbarn ein Kraftwerk mit viel höherem Risiko steht. Wenn wir z.B. eine Milliarde DM in ein schon relativ sicheres Kernkraftwerk stecken möchten, würden wir mehr für unsere eigene Sicherheit tun, wenn wir damit unseren Nachbarn mit einem vielleicht 100 mal risikoreicheren Kernkraftwerk unter die Arme greifen, um dies Kraftwerk auf unseren Standard zu bringen.

Ausstieg aus der Atomenergie?: Sehr witzig! Und dann billigen Atom-Strom bei den Nachbarländern einkaufen. Wieder rechnen Politiker fest mit der Dummheit ihrer Wähler. Hier genau könnten wir wirklich etwas für unsere Sicherheit tun: Wir kaufen Atomstrom bei den Nachbarn - aber wir stellen dabei Forderungen an die Standards der Sicherheit der Kernkraftwerke der Lieferanten.

Intelektuell sind wir anspruchsvoller geworden: Wir sind aber keinesfalls intelligenter geworden. Wir möchten nur die Dummheiten auf die wir reinfallen, intelligenter verpackt haben.
Ich glaube auch nicht, dass alle Poliker gerissen sind. Die sind teilweise wirklich so dumm.

Kalte Fusion: Hier ging es darum, Kernenergie auf einfache und ungefährliche Weise zu erzeugen. Dies ein typisches Beispiel wie ein Thema erst in den Medien hochgespielt wird und dann, wenn sich herausstellt, dass das Ganze ein Flop war (Messfehler der Physiker), kaum einer mehr das Dementi wahrnimmt.

Gen-Manipulation: Es ist gut, dass wir diesen neuen Dingen mit großer Vorsicht gegenübertreten. Aber letzten Endes kämpfen wir da gegen Windmühlen. Wer will denn meiner Tomate oder meinem Apfelbaum ansehen, ob sie durch Züchtung oder Gen-Manipulation entstanden sind. (Vielleicht sollte jede Tomate ihren genetischen Fingerabdruck abgeben). Welche Biene weiß schon, dass sie mit dem Pollen des einen Feldes nicht auf dem anderen Feld herumferkeln soll.

Korrektur des Erbgutes - Designer Baby: Klar muss man da Schranken setzen. Aber wenn solche Eingriffe in das Erbgut eine ausgereifte Technik geworden sind, dann wird man es auch tun. Zunächst im Ausland. Bei schweren Erbkranheiten halte ich das auch für sinnvoll.
Und nur die Reichen werden sich das dann leisten können und nur diejenigen die in der Lage sind, mit größeren Hindernissen umzugehen - wie in früheren Zeiten mit der Abtreibung.

Klonen: Klonen ist doch nichts Neues. Wenn ich meine Frau und meine Schwiegermutter ansehe, weiß ich, dass schon damals geklont wurde.

Wintersport: Auch beim Wintersport wird nachteiliger Einfluß auf die Umwelt genommen. Aber dies ist ein typisches Beispiel dafür, daß wir immer nur dort Einschränkungen fordern, wo es uns nicht selbst betrifft. Hier ist die Kritik von denen am lautesten, die die Skifahrer schon immer nicht leiden konnten oder die endlich froh sind, ein Argument zu haben, nicht mehr Ski fahren zu müssen. Insgesamt muss sich jeder die Frage stellen, wie weit er selbst bereit ist, auf ein Stück seiner Lebensqualität zu Gunsten zukünftiger Generationen zu verzichten.

Das 3-Liter Auto: In der Bevölkerung ist der Glaube verbreitet, die Hersteller hätten das 3-Liter Auto in der Schublade und geben aus irgendwelchen obskuren Gründen nur nicht heraus. Das kann doch wohl nicht wahr sein! Die Autofirmen kämpfen doch alle um geringere cw-Werte und geringeren Verbrauch - vor allem gegen die sparsameren japanischen Autos. Sicherlich kann man noch mehr Benzin sparen. Aber größere Einsparungen gehen nur bei drastischen Komfortverlust (Geschwindigkeit und Beschleunigung), die vom Markt nicht akzeptiert werden.
Es liegt wohl im Menschen, an Mächte in unserer Gesellschaft zu glauben, denen sie nicht gewachsen sind und von den sie übers Ohr gehauen werden. Und sie haben Recht - überall werden sie manipuliert. Da ist keiner besser als der andere - ob Behörden, Gemeinden, Kirchen oder die Werbung allgemein - alle nutzen die Naivität zu ihrem Vorteil aus. "Sono tutti ladri" sagen die Italiener, wenn sie von den Regierenden sprechen ("alle sind sie Diebe") und fallen dann gleich an der nächsten Ecke auf die dümmsten Tricks hinein. Und was lassen wir uns alles bei der Abfallentsorgung gefallen. Unser Problem ist, wir regen uns schon gelegentlich auf - aber meist nur Stammtisch und oft in die falsche Richtung.

Sonnenbräune: Früher haben wir uns wie die Geisteskranken selbst in südlichen Ländern übermässig der Sonne ausgesetzt. Heute cremen Mutter panisch ihre Kinder mit Sonnenschutzfaktor 24 ein. Aber es muss doch noch etwas zwischen Sonnenschutzfaktor 1 und Sonnenschutzfaktor 24 geben. Oder sind wir heute durch Medien einfach 'besser' informiert und werden dadurch zu einem Volk von Hosenscheißern?
Okay, die Austraulier haben da größere Probleme. Aber das liegt nicht nur an der zunehmenden Sonneneinstrahlung. Dort wohnen halt die falschen Leute im falschen Kontinent. Rosafarbene Engländer neigen mehr zu Hautkrebs als dunkelhäutige Afrikaner oder Asiaten. Da müsste man einfach die Nachkommen der Engländer gegen die vielen Dunkelhäutigen in England zurücktauschen.

Nahverkehr: Wir alle wissen, dass es Blödsinn ist, in den Städten mit dem Auto herumzufahren. Wir tun es trotzdem. Man kann nur die vielen Mitmenschen bedauern, die täglich auf dem Weg zur Arbeit im Stau stehen. Aber offensichtlich ist die Schmerzgrenze noch nicht erreicht, sonst würde etwas geschehen.
Das Problem ist, man kann nicht von den Politikern erwarten, dass sie die nötige Infrastruktur von selbst bereitstellen. Und außerdem wird keiner riskieren, Nahverkehrsmittel bereitzustellen, die dann keiner nutzt. Man müsste zwei Dinge gleichzeitig tun: Eine Nahverkehrsstruktur bereitstellen und das Autofahren in den Städten weiter erschweren oder fast unmöglich machen .

Trinkwasser: Wasser ist bei uns nicht knapp. Es ist nur teuer. Jede Gemeinde ist wegen der Einnahmen froh, wenn wir möglichst viel davon verbrauchen. Sinnvoll wäre, zwei Wasserleitungen zu haben: Trinkwasser und Brauchwasser. Denn für den Garten und das Klo braucht man kann keine Trinkqualität. Auch wenn unsere kids nicht jedes T-shirt nach einmaligen Gebrauch in die Wäsche schmeißen dürften, gäbe es weniger Probleme bei den Abwasser-Aufbereitungsanlagen (Schuld sind die Mütter! Beteiligt die kids bei der Arbeit der Wäsche-Wiederaufbereitung, aber lasst sie nicht ihre Lieblingshose einsam und einzeln in einer Waschmaschine waschen).

Alibi-Aktivitäten: Zu einem echten Verzicht auf alle schädlichen Umwelteinflüsse ist doch keiner von uns bereit. Um nicht untätig zu sein, beschränken wir uns auf Alibi-Aktivitäten - jeder einzelne und vor allem die Politiker der großen Nationen.

Überheblichkeit gegenüber Entwicklungsländern: Länder, die erst jetzt mit ihrer Industrialisierung begonnen haben, werden zu Beginn genauso herumsauen wie wir es am Anfang auch getan haben. Wir können dort nicht unsere Standards erwarten. Wenn wir etwas für uns und die Umwelt tun möchten, müssen wir diese Länder mit Know-how und Geld unterstützen.

Green Peace: Von der Idee und in der Summe halte ich die Institution für wichtig, auch wenn man nicht jede Aktivität im einzelnen gut heißen kann. Schade dass denen die Panne mit Brent Spar unterlaufen ist. Hier zeigt sich aber auch, wie schnell öffentliche Meinung in die eine oder andere Richtung umschlagen kann.

Unser Klima: Wir wissen nicht mit Sicherheit, ob die Klimaforscher mit ihren düsteren Prognosen recht haben. Nur wenn die Klimaveränderungen erst einmal offensichtlich werden, werden wir keine Chance mehr haben, gegenzusteuern.
Alle CO2 -Konferenzen dienen nur dazu, damit die Politiker der Bevölkerung zeigen können, dass sie nicht untätig sind. Was nützt es, wenn die Europäer den Verbrauch ihrer Autos um ein paar Prozent verringern, wenn vielleicht einmal eine Milliarde Chinesen ein Auto besitzen (trotzdem sollten wir weiter an sparsameren Autos arbeiten).

Die einzige Lösung: Die einzige wirksame Methode, die Umweltschäden durch den Menschen zu verringern, ist dass wir die Zahl der Menschen verringern. Aber an eine weltweite Geburtenkontrolle glaube ich nicht (ich kenne mindesten einen, der sein Veto einlegen wird). Also wird wohl die Natur das Problem selbst lösen (vorausgesetzt die Klimaforscher haben recht).

oder vielleicht ist dies eine bessere Lösung?
Meine CO2 -Theorie: Wenn wir Produkte pflanzlichen Ursprungs verbrennen oder aufessen, entsteht CO2 . Wenn Pflanzen wachsen, verbrauchen sie CO2 . Wenn man möglichst viel CO2 aus der Atmosphäre beseitigen möchte, müsste man also pflanzliche Produkte erzeugen, ohne sie wieder zu verbrauchen. Man könnte die geernteten Produkte (z.B. Bäume) einfach vergraben, damit sie nicht verrotten können. So sind ja schließlich unsere Moore und Kohlevorkommen auch entstanden.
Anstatt Felder brach liegen zu lassen, sollten wir intensiv etwas anbauen, was pro Jahr und Hektar möglichst viel CO2 bindet. Dann müsste man dieses Erzeugnis auf einer riesigen Deponie unter Sauerstoffabschluss lagern (ein Meter Erde reicht oder Plastikfolie oder beides).

Ich glaube, dass mein Ansatz realistisch ist. Landwirtschafts-Experten müssten einmal ausrechnen, wieviel Anbaufläche eine Familie braucht, um den CO2 -Ausstoß von Heizung und Auto wieder zu binden und welche Pflanzen pro Jahr das meiste CO2 verbrauchen (Tannen, Sonnenblumen, Unkraut). Diese Zahl müsste man mit der Größe der brachliegenden Felder vergleichen. Hier könnte man einmal landwirtschaftliche Subventionen zum Nutzen der Menschheit einsetzen.